Hodenhochstand

Vom Hodenhochstand spricht man, wenn einer oder beide Hoden nicht vollständig in den Hodensack heruntergewandert sind. Dies kommt bei bis zu 5% der neugeborenen Jungen vor und ist in den ersten Lebensmonaten unbedenklich. Bis zum Ende des 1. Lebensjahres sollte die Entwicklung jedoch abgeschlossen sein, ansonsten ist eine Therapie erforderlich.

 

Normalerweise wird der Hodenhochstand schon früh vom Kinderarzt festgestellt.

Man unterscheidet verschiedene Formen des Hodenhochstandes:

 

  • Bauchhoden (Hoden liegt in der Bauchhöhle)
  • Leistenhoden (Hoden liegt im Leistenkanal)
  • Gleithoden (Hoden liegt im Eingangsbereich des Hodensacks)
  • Pendelhoden (Hoden liegt im Hodensack und zieht sich z.B. bei Kälte und Stress nach oben)

 

 

In der Regel wird bis zum 6. Monat abgewartet, ob die Hoden von selbst in die Hodensäcke wandern, ansonsten wird mit einer Therapie begonnen, die eine Wanderung der Hoden bis zum Ende des 1. Lebensjahres zur Folge haben sollte.

 

Man unterscheidet zwischen einer

 

  • Hormontherapie
  • operativem Eingriff

 

Bei der Hormontherapie werden Hormone in Form von Nasenspray oder Spritzen verabreicht, welche die Bildung von Testosteron fördern, wodurch die Hoden in den Hodensack wandern sollen. Die Erfolgsquote liegt bei ca. 20-30%.

 

Ein operativer Eingriff ist notwendig, wenn die Hormontherapie nicht gewünscht oder nicht erfolgreich war, bei gleichzeitigem Leistenbruch oder bei zu später Behandlung des Hodenhochstandes.

Durch einen kleinen Schnitt in der Leiste wird das Hodenband nach unten gezogen und der Hoden im Hodensack fixiert.

Der Eingriff wird zumeist ambulant durchgeführt.

 

Bitte bringen Sie zum Gespräch das ausgefüllte Hodenprotokoll mit.