Vasektomie (Sterilisation des Mannes)

Die Vasektomie ist die sicherste und gleichzeitig dauerhafteste Verhütungsmethode beim Mann.

 

Sie erfolgt durch operative Durchtrennung der beiden Samenleiter. Der Eingriff ist problemlos in örtlicher Betäubung durchführbar, weil die Samenleiter außerhalb der Bauchhöhle liegen. Sie sind vom Hodensack über einen Knopfloch großen Schnitt erreichbar. Leichte Beschwerden treten meist nur beim Einspritzen des Narkosemittels in die Leiste auf. Danach besteht für die Dauer des Eingriffs Schmerzfreiheit

 

Die Samenleiter werden während der Vasektomie durchtrennt, ein ca. 2 cm langes Teilstück wird entfernt und die beiden Enden der Samenleiter verödet. Danach wird das „Knopfloch“ wieder verschlossen.

 

Wir empfehlen nach der Vasektomie lokale Kühlung mittels Coolpack, eine Woche keinen Sport und keinen Sex.

 

Nach der Operation erfolgen zwei unabhängige Spermakontrollen nach zwei und drei Monaten. Erst wenn nach beiden Kontrollen keine Spermien mehr nachgewiesen werden können, ist wieder ungeschützter Geschlechtsverkehr möglich. Dennoch kann es in seltensten Ausnahmefällen (weniger als 1 %) zu einer Schwangerschaft der Partnerin kommen.  Zur Sicherheit sollte noch eine Spermakontrolle nach Ablauf eines Jahres durchgeführt werden.

 

Die Vasektomie führt zu einer Unterbrechung der Spermienwanderung in die Samenflüssigkeit, die unabhängig von der Sterilisation in Prostata und Samenblasen produziert wird. Deshalb kommt es nach der Vasektomie nach wie vor zu einem Samenerguß, allerdings mit geringfügig weniger Menge(ca. -20%). Dieser Unterschied ist nicht spürbar. Es ändert sich nichts am Orgasmusgefühl!

 

Die Endgültigkeit der Vasektomie ist in Zeiten der modernen Reproduktionsmedizin nicht mehr unbedingt gegeben, allerdings technisch aufwändig und mit relativ hohen Kosten verbunden.

 

Der Schritt zur Vasektomie sollte daher nach wie vor erst erfolgen, wenn die Familienplanung abgeschlossen ist.